E420

Sorbitol

  • Unsere Punktzahl: 3 - aufpassen
  • Letzte Aktualisierungen und Faktenüberprüfung: 30. 06. 2024 - Rebecca Taylor, CNP
  • Herkunft: Es wird synthetisch hergestellt und stammt nicht aus natürlichen Quellen.

E420, allgemein bekannt als Sorbit, ist eine Art Zuckeralkohol, der als Süßungsmittel, Feuchthaltemittel und Texturierungsmittel verwendet wird. Es handelt sich um ein weißes, kristallines Pulver oder einen Sirup, der etwa 60 % der Süße von Saccharose (Haushaltszucker) aufweist, aber weniger Kalorien hat. Sorbitol ist hygroskopisch, d. h. es zieht Feuchtigkeit an und speichert sie, was es für eine Vielzahl von Lebensmittelanwendungen nützlich macht.

Sorbit kommt natürlich in vielen Früchten und Beeren vor, darunter Äpfel, Birnen, Pfirsiche und Pflaumen. Es wird auch synthetisch aus Glukose mit Hilfe eines katalytischen Hydrierungsverfahrens hergestellt. Obwohl es in der Natur vorkommt, wird das in der Lebensmittelproduktion verwendete Sorbitol in der Regel aus Gründen der Konsistenz und Kosteneffizienz hergestellt.

Merkmale und Verwendung in der Lebensmittelindustrie

Aufgrund seiner einzigartigen Eigenschaften wird Sorbitol in der Lebensmittelindustrie häufig verwendet:

  • Süße: Es bietet eine milde Süße, die etwa 60 % der Süße von Saccharose entspricht.
  • Feuchthaltemittel: Hält Feuchtigkeit zurück und verlängert die Haltbarkeit von Produkten.
  • Texturgebendes Mittel: Verbessert die Textur von Lebensmitteln, macht sie geschmeidiger und schmackhafter.
  • Stabilisator: Hilft, Produkte zu stabilisieren, indem es die Kristallisation verhindert.
  • Zahnsicher: Trägt nicht zu Karies bei.
  • Niedriger glykämischer Index: Geeignet für diabetikerfreundliche Lebensmittel.

Verwendung in ultra‑verarbeiteten Lebensmitteln

Sorbitol wird aus verschiedenen funktionellen Gründen häufig in ultrahochverarbeiteten Lebensmitteln verwendet:

  • Kalorienreduzierung: Sorbit ermöglicht die Herstellung von kalorienarmen oder zuckerfreien Produkten wie Süßigkeiten und Kaugummi, was gesundheitsbewusste und diabetische Verbraucher anspricht.
  • Feuchtigkeitsspeicherung: Es wirkt als Feuchthaltemittel und hält Back- und Süßwaren feucht und frisch, was ihre Haltbarkeit verlängert.
  • Texturverbesserung: Verbessert die Textur von Lebensmitteln und erhält die Kaukraft von Süßigkeiten und die Cremigkeit von Milchprodukten.
  • Stabilisierendes Mittel: Verhindert das Auskristallisieren von Produkten wie Schokolade und Sirup und gewährleistet so eine gleichbleibende Qualität.
  • Zahngesundheit: Die nicht‑kariogenen Eigenschaften machen es ideal für zuckerfreie Kaugummis und Bonbons und fördern die Mundgesundheit.
  • Diabetikerfreundliche Optionen: Der niedrige glykämische Index macht es zu einem geeigneten Lebensmittel für Diabetiker, das den Blutzuckerspiegel nur minimal beeinflusst.

Die multifunktionalen Eigenschaften von Sorbitol verbessern die sensorischen Qualitäten, die Stabilität und das Gesundheitsprofil von ultrahochverarbeiteten Lebensmitteln und machen sie für ein breites Spektrum von Verbrauchern attraktiver.

Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit

Obwohl Sorbit von der FDA allgemein als sicher anerkannt ist, kann ein übermäßiger Verzehr zu Magen‑Darm‑Problemen führen, da es im Dünndarm nur langsam aufgenommen wird. Zu den möglichen gesundheitlichen Problemen gehören:

  • Verdauungsstörungen: Der Verzehr großer Mengen kann zu Blähungen, Blähungen und Durchfall führen, ein Zustand, der oft als sorbitbedingte Diarrhöe" bezeichnet wird.
  • Abführende Wirkung: Sorbit kann in großen Mengen abführend wirken, was für Personen mit einem empfindlichen Verdauungssystem problematisch sein kann.
  • Fruktosemalabsorption: Personen mit Fruktosemalabsorption oder -intoleranz können schlecht auf Sorbit reagieren und ähnliche gastrointestinale Symptome aufweisen.
  • Kaloriengehalt: Sorbit hat zwar weniger Kalorien als Zucker, ist aber im Vergleich zu anderen Zuckeraustauschstoffen wie Aspartam oder Stevia immer noch sehr kalorienreich, was für Personen, die eine streng kalorienkontrollierte Diät einhalten müssen, ein Problem darstellen kann.

Personen mit Reizdarmsyndrom: Personen, die an einem Reizdarmsyndrom leiden, reagieren möglicherweise besonders empfindlich auf Sorbitol und sollten ihre Aufnahme überwachen.

Quellen

  1. Grembecka, M. (2015): Zuckeralkohole - ihre Rolle in der modernen Welt der Süßungsmittel: ein Überblick. European Food Research and Technology, 241(1), 1‑14. doi:10,1007/s00217‑015‑2437‑7
  2. Livesey, G. (2003): Das Gesundheitspotenzial von Polyolen als Zuckerersatzstoffe, mit Schwerpunkt auf niedrigen glykämischen Eigenschaften. Nutrition Research Reviews, 16(2), 163‑191. doi:10,1079/NRR200373
  3. FDA (2020). Zusätzliche Informationen über Süßstoffe mit hoher Intensität, die in den Vereinigten Staaten zur Verwendung in Lebensmitteln zugelassen sind. Abgerufen von der FDA
  4. Mäkinen, K. K. (2010): Zuckeralkohole, Kariesinzidenz und Remineralisierung von Kariesläsionen: Eine Literaturübersicht. Internationale Zeitschrift für Zahnmedizin, 2010. doi:10,1155/2010/981072
  5. PubChem.(n.d.). Sorbitol. Abgerufen von PubChem
  6. Hyams, J. S., Treem, W. R., Etienne, N. L., et al. (1998). Effects of sorbitol and fructose on the gastrointestinal symptoms of children with functional abdominal pain. Zeitschrift für pädiatrische Gastroenterologie und Ernährung, 27(1), 34‑38. Abgerufen von PubMed