E216

Propylparaben (propylparahydroxybenzoat)

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  • Letzte Aktualisierungen und Faktenüberprüfung: 10. 07. 2024 - Rebecca Taylor, CNP
  • Herkunft: Es wird synthetisch hergestellt und stammt nicht aus natürlichen Quellen.

Propylparaben, auch bekannt als E216, ist eine Art von Paraben, eine Gruppe synthetischer Verbindungen, die häufig als Konservierungsmittel verwendet werden. Es ist ein Ester der p‑Hydroxybenzoesäure und zeichnet sich durch seine antimikrobiellen Eigenschaften aus. Propylparaben wird häufig in verschiedenen Konsumgütern wie Lebensmitteln, Arzneimitteln und Kosmetika verwendet, um die Haltbarkeit zu verlängern und mikrobielles Wachstum zu verhindern.

Herkunft

Propylparaben ist in erster Linie synthetischen Ursprungs, obwohl Parabene auch in einigen natürlichen Quellen wie bestimmten Obst- und Gemüsesorten vorkommen. Es wird normalerweise durch Veresterung von p‑Hydroxybenzoesäure mit n‑Propanol unter sauren Bedingungen hergestellt. Bei diesem Verfahren entsteht ein stabiles und wirksames Konservierungsmittel.

Merkmale und Verwendung in der Lebensmittelindustrie

Propylparaben wird in Lebensmitteln und anderen Produkten aus mehreren Gründen verwendet:

  • Antimikrobielle Eigenschaften: Es hemmt das Wachstum von Schimmel, Hefe und Bakterien und verlängert so die Haltbarkeit von Produkten.
  • Stabilität.
  • Nicht leitend: Es verdunstet nicht leicht, was dazu beiträgt, dass seine konservierende Wirkung über längere Zeiträume erhalten bleibt.

Verwendung in ultra‑verarbeiteten Lebensmitteln

Propylparaben wird aufgrund seiner wirksamen konservierenden Eigenschaften häufig in ultrahochverarbeiteten Lebensmitteln verwendet. Hier sind die wichtigsten Verwendungszwecke:

  • Verhinderung von mikrobiellem Wachstum: Propylparaben unterbricht die Zellmembranen von Mikroorganismen und hemmt so deren Wachstum und Vermehrung. Dadurch bleiben Lebensmittel über einen längeren Zeitraum hinweg genießbar. Es wird häufig in Backwaren, Fleischwaren, Milchprodukten und Getränken verwendet, um sie vor bakterieller Verunreinigung und Verderb zu schützen.
  • Verlängerung der Haltbarkeit: Durch die Verhinderung mikrobieller Verunreinigungen trägt Propylparaben zur Verlängerung der Haltbarkeit von Lebensmitteln bei. Dies ist besonders wichtig für stark verarbeitete Lebensmittel, die für eine langfristige Lagerung und Bequemlichkeit ausgelegt sind. Man findet es in verpackten Snacks, Fertiggerichten und anderen verarbeiteten Lebensmitteln, die lange ohne Kühlung gelagert werden müssen.
  • Qualitätserhaltung: Sie trägt dazu bei, die sensorischen Eigenschaften von Lebensmitteln wie Geschmack, Textur und Aussehen zu erhalten, indem sie Verderb und chemische Veränderungen verhindert. Es wird in einer Vielzahl von Lebensmitteln verwendet, bei denen eine gleichbleibende Qualität über einen längeren Zeitraum wichtig ist, z. B. in Soßen, Dressings und Süßwaren.

Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit

Obwohl Propylparaben von Aufsichtsbehörden wie der FDA und der EFSA im Allgemeinen als unbedenklich (GRAS) eingestuft wird, wenn es innerhalb der vorgeschriebenen Grenzwerte verwendet wird, gibt es einige gesundheitliche Aspekte, die zu beachten sind:

  • Mögliche allergische Reaktionen: Einige Personen können allergisch oder empfindlich auf Parabene reagieren, was sich als Hautausschlag oder andere Symptome äußern kann.
  • Bedenken hinsichtlich einer Störung des Hormonsystems: Derzeit laufen Studien, die sich mit den möglichen endokrinen Wirkungen von Parabenen befassen. Einige Untersuchungen deuten darauf hin, dass Propylparaben Östrogen nachahmen und die Hormonfunktion stören könnte, obwohl die Beweise nicht schlüssig sind.
  • Brustkrebs: Die Forschung am Menschen ist zu spärlich, um einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Parabenen und Brustkrebs herzustellen. Einige Studien an Zellen und Tieren deuten darauf hin, dass ein solcher Zusammenhang möglich ist. Parabene spielen möglicherweise eine Rolle in verschiedenen Stadien der Tumorentwicklung und des Tumorwachstums und können auch die Ausbreitung von Krebszellen auf andere Körperteile erleichtern.
  • Gesetzliche Grenzwerte: Um die Risiken zu minimieren, haben die Aufsichtsbehörden zulässige Höchstkonzentrationen von Propylparaben in Lebensmitteln festgelegt. Die Einhaltung dieser Grenzwerte ist zur Gewährleistung der Sicherheit unerlässlich.
  • Kumulative Exposition: Obwohl die individuelle Exposition als sicher gilt, werden die Auswirkungen einer kumulativen Exposition aus verschiedenen Quellen (z. B. Lebensmittel, Kosmetika, Arzneimittel) noch erforscht.

Quellen

  1. Food and Drug Administration (FDA): "GRAS Notice Inventory". Zugriff im Juni 2024. FDA GRAS Notice Inventory.
  2. Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA): "Scientific Opinion on the Safety of Parabens (E 214‑219) as Food Additives". EFSA Journal, 2020. EFSA Journal.
  3. Smith, B., & Taylor, J. "Parabens in Food and Their Implications for Human Health". Journal of Food Safety, vol. 34, no. 3, 2018, pp. 223‑230.
  4. Darbre, P. D., & Harvey, P. W. "Parabens Can Mimic Estrogens: Endocrine Disruption and Breast Cancer." Zeitschrift für angewandte Toxikologie, Bd. 28, Nr. 5, 2008, S. 561‑578.
  5. Kim, S., Lee, J., Park, J., & Kim, S. "Evaluation of the Exposure to Parabens in Food and Their Implications for Human Health". International Journal of Environmental Research and Public Health, Bd. 19, Nr. 3, 2022, S. 1873. MDPI Journal.