E218

Methylparahydroxybenzoat (para‑hydroxybenzoesäuremethylester)

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  • Letzte Aktualisierungen und Faktenüberprüfung: 10. 07. 2024 - Rebecca Taylor, CNP
  • Herkunft: Es wird synthetisch hergestellt und stammt nicht aus natürlichen Quellen.

Methylparaben, auch bekannt als Methylpara‑hydroxybenzoat (E218), ist eine chemische Verbindung, die häufig als Konservierungsmittel in einer Vielzahl von Produkten verwendet wird, darunter Lebensmittel, Arzneimittel und Kosmetika. Es kommt als weißes, kristallines Pulver vor, das leicht in Alkohol und geringfügig in Wasser löslich ist. Methylparaben wird wegen seiner antimikrobiellen Eigenschaften, insbesondere gegen Schimmel- und Hefepilze, geschätzt, was zur Verlängerung der Haltbarkeit von Produkten beiträgt.

Herkunft

Methylparaben kommt in der Natur in verschiedenen Obst- und Gemüsesorten vor, z. B. in Heidelbeeren, wo es als Konservierungsmittel wirkt. Der Großteil des kommerziell verwendeten Methylparabens wird jedoch synthetisch hergestellt. Das synthetische Verfahren umfasst in der Regel die Veresterung von para‑Hydroxybenzoesäure mit Methanol, wodurch Methylparaben entsteht.

Merkmale und Verwendungen in Lebensmitteln

Methylparaben wird in Lebensmitteln und anderen Produkten aus mehreren Gründen verwendet:

  • Antimikrobielle Eigenschaften: Es hemmt das Wachstum von Schimmelpilzen, Hefen und Bakterien und verlängert so die Haltbarkeit von Produkten.
  • Stabilität.
  • Nicht leitend: Es verdunstet nicht leicht, was dazu beiträgt, dass seine konservierende Wirkung über längere Zeiträume erhalten bleibt.

Verwendung in ultrahochverarbeiteten Lebensmitteln

In ultrahochverarbeiteten Lebensmitteln wird Methylparaben hauptsächlich wegen seiner konservierenden Eigenschaften verwendet. Hier sind einige seiner Anwendungen:

  • Verhinderung von Verderb: Methylparaben verhindert den Verderb durch mikrobielles Wachstum, insbesondere durch Schimmel und Hefe. Dies ist besonders wichtig bei Produkten mit hohem Zuckergehalt oder feuchten Produkten, da diese Bedingungen das Wachstum von Mikroorganismen fördern.
  • Verlängerung der Haltbarkeit: Durch die Hemmung des Wachstums von Mikroorganismen verlängert Methylparaben die Haltbarkeit von Produkten erheblich und macht sie so für Transport und Lagerung haltbarer.
  • Qualitätserhalt: Methylparaben trägt dazu bei, die ursprüngliche Qualität von Lebensmitteln zu erhalten, indem es dafür sorgt, dass Geschmack, Beschaffenheit und Aussehen über einen längeren Zeitraum hinweg gleich bleiben.
  • Verringerung der Lebensmittelverschwendung: Durch die Verlängerung der Haltbarkeitsdauer wird die Lebensmittelverschwendung verringert, was wirtschaftlich vorteilhaft und umweltfreundlich ist.

Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit

Obwohl Methylparaben im Allgemeinen als sicher für die Verwendung in Lebensmitteln gilt, gibt es einige gesundheitliche Aspekte zu beachten:

  • Allergische Reaktionen: Bei einigen Personen kann es zu allergischen Reaktionen oder einer Überempfindlichkeit gegenüber Parabenen kommen, was jedoch relativ selten ist.
  • Hormonelle Störungen: Es wird befürchtet, dass Parabene die endokrine Funktion beeinträchtigen können, da sie Östrogen nachahmen können. Die in Lebensmitteln verwendeten Mengen sind jedoch in der Regel sehr niedrig und werden von Regulierungsbehörden wie der FDA und der EFSA innerhalb festgelegter Grenzwerte als sicher angesehen.
  • Brustkrebs: Die Forschung am Menschen ist zu spärlich, um einen Zusammenhang zwischen Parabenen und Brustkrebs endgültig zu beweisen. Einige Zell- und Tierstudien deuten darauf hin, dass ein solcher Zusammenhang möglich ist. Parabene spielen möglicherweise eine Rolle in verschiedenen Stadien der Tumorentwicklung und des Tumorwachstums und können auch die Ausbreitung von Krebszellen auf andere Teile des Körpers fördern.
  • Kumulative Exposition: Obwohl die individuelle Exposition als sicher gilt, werden die Auswirkungen einer kumulativen Exposition aus verschiedenen Quellen (z. B. Lebensmittel, Kosmetika, Arzneimittel) derzeit erforscht.

Quellen

  1. Anderson, F. A., & Castle, L. (2003). Parabene: Von Umweltstudien zur menschlichen Gesundheit. Zeitschrift für angewandte Toxikologie, 23(4), 285‑293.
  2. Elder, R. L. (1984): Final Report on the Safety Assessment of Methylparaben, Ethylparaben, Propylparaben, and Butylparaben. Zeitschrift des American College of Toxicology, 3(5), 147‑209.
  3. Food and Drug Administration (FDA) (2021), Liste der Lebensmittelzusatzstoffe. Von der FDA‑Website abgerufen.
  4. Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) (2004): Gutachten des Wissenschaftlichen Gremiums für Lebensmittelzusatzstoffe, Aromastoffe, Verarbeitungshilfsstoffe und Materialien, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen (AFC) auf Ersuchen der Kommission über para‑Hydroxybenzoate (E 214‑219), EFSA Journal, 83, 1‑26.